Viele Menschen tragen sie ein Leben lang, ohne ihre Bedeutung wirklich zu kennen: eine kleine, runde Narbe am Oberarm. Oft fällt sie erst Jahre später bewusst auf – im Spiegel, im Sommer oder beim Vergleich mit anderen. Manche empfinden Unsicherheit, andere haben vage Erklärungen gehört oder eigene Vermutungen entwickelt. Über Jahrzehnte hinweg hat diese unscheinbare Markierung Fragen, Missverständnisse und sogar Scham ausgelöst.
5 häufige Irrtümer über die runde Narbe am Oberarm
Wer in Asien, Afrika, Lateinamerika oder Teilen Osteuropas aufgewachsen ist, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine kleine, runde Narbe am Oberarm. Viele bemerken sie erst später und fragen sich, woher sie kommt. Manche schämen sich dafür. Andere erfinden Erklärungen, weil ihnen nie jemand die Wahrheit gesagt hat.
Diese kleine Narbe hat jahrzehntelang für Verwirrung gesorgt. Im Folgenden finden Sie fünf der häufigsten Irrtümer über die runde Narbe am Arm – und die wahren Fakten dazu.
Irrtum 1: „Es handelt sich um eine Hautkrankheit oder eine Verletzung aus der Kindheit“
Eine der weitverbreitetsten Annahmen ist, dass die Narbe auf eine Hauterkrankung, eine Infektion oder eine Verletzung aus der Kindheit zurückzuführen ist. Manche vermuten sogar, sie stamme von einer Verbrennung oder einer unbehandelten Wunde.
Die Wahrheit:
In den meisten Fällen ist die runde Narbe nicht auf eine Krankheit oder einen Unfall zurückzuführen. Sie entsteht durch die BCG-Impfung, die vor Tuberkulose (TB) schützt. Die Impfung wird üblicherweise im Säuglings- oder Kleinkindalter verabreicht, weshalb sich die meisten Menschen nicht daran erinnern, sie erhalten zu haben.
Die Narbe entsteht als Teil der natürlichen Immunreaktion des Körpers, nicht weil etwas schiefgelaufen ist.
Irrtum 2: „Nur Menschen aus armen oder ländlichen Verhältnissen sind davon betroffen“
Dieser Irrglaube ist mit einem starken sozialen Stigma behaftet. Manche Menschen glauben, die Narbe sei ein Zeichen von Armut, mangelnder Hygiene oder fehlendem Zugang zu moderner Gesundheitsversorgung.
Die Wahrheit:
Die BCG-Impfung war – und ist – in vielen Ländern unabhängig vom Einkommensniveau Bestandteil nationaler Impfprogramme. Millionen von Kindern aus allen Gesellschaftsschichten wurden geimpft, insbesondere in Regionen, in denen Tuberkulose einst weit verbreitet war.
Die Narbe sagt nichts über die Herkunft, Bildung oder den sozialen Status einer Person aus. Sie spiegelt die Gesundheitspolitik wider, nicht die persönlichen Umstände.
Irrtum Nr. 3: „Wer keine Narbe hat, wurde nicht geimpft“
Viele Menschen vergleichen ihre Arme mit denen von Freunden oder Verwandten und nehmen an, dass das Vorhandensein oder Fehlen einer Narbe beweist, ob jemand geimpft wurde.
Die Wahrheit:
Nicht jeder, der die BCG-Impfung erhält, entwickelt eine sichtbare Narbe. Bei manchen Menschen heilt die Narbe mit kaum oder gar keiner Spur ab. Bei anderen verblasst die Narbe im Laufe der Zeit deutlich.
Das Fehlen einer Narbe bedeutet nicht automatisch, dass eine Person nie geimpft wurde, genauso wenig wie das Vorhandensein einer Narbe auf eine stärkere oder schwächere Immunität hinweist.
Pockenimpfnarbe: Bilder, Ursachen und mehr
Irrtum Nr. 4: „Die Narbe bedeutet, dass Ihr Immunsystem schwach oder geschädigt ist.“
Eine weitere Befürchtung ist, dass die Narbe auf eine langfristige Schädigung des Immunsystems oder eine anhaltende Anfälligkeit für Krankheiten hinweist.
Die Wahrheit:
Die BCG-Impfnarbe ist kein Zeichen von Immunschwäche. Sie stellt vielmehr eine normale Immunreaktion auf die Impfung dar. Der Körper erkennt die abgeschwächten Bakterien im Impfstoff und reagiert lokal, wodurch eine kleine Narbe entstehen kann.
In vielen Fällen wurde die Impfung mit einer positiven Immunisierung in Verbindung gebracht, insbesondere im frühen Kindesalter. Die Narbe selbst hat keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Irrtum Nr. 5: „Es ist gefährlich oder etwas, das entfernt werden sollte“
Manche Menschen schämen sich für die Narbe und befürchten, dass sie unsicher oder abnormal sein könnte oder dass sie einer medizinischen Behandlung bedarf.
Die Wahrheit:
Die Zubereitung finden Sie auf der 2. Seite



















































